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08.10.2015 Besuch aus Israel 2015

Volles Judo- und Kulturprogramm mit unseren Gästen von Meitav Judo Jerusalem!!!

Gut gemischt!!!

Im Grunewald!

"Niemand hat die Absicht, ..."

Erstes gemeinsames Training!

Matteo beim Freundschaftskampf!

Freundschaftskampf!

Raz wirft Fridl voll!

Yarim und András!

Adir und Niklas!

Nur Sieger!!!

Unser Besuch!!!

Beim Klettern ...

... konnte man sich ...

... gut kennenlernen!

Letzter Abend!

Die Trainer: Marius & Stephan

Wir freuen uns auf Jerusalem 2016!!!

Seit mehr als zwanzig Jahren sind wir Teil des städtepartnerischen Austauschprogramms zwischen Jerusalem und Berlin. Dies ist ein gemeinsames Projekt von Land Berlin, Landessportbund und der Sportjugend. Ziel ist es, sich kennenzulernen und Verständnis für die andere Kultur aufzubauen.

Die meisten Vorurteile entstehen aus Unwissenheit!!!
Dieser Austausch trägt dazu bei, Wissen und Erkenntnisse zu vermitteln, damit es erst gar nicht zu Missverständnissen kommt!!!

Deutschland wird ja im Ausland gerne auf zwölf schreckliche Jahre seiner Geschichte reduziert. Dies darf auch nie vergessen werden, erst recht nicht im Umgang mit Israel!
Schließlich ist ja die Entstehung des Staates Israel eine unmittelbare Folge der nationalsozialistischen Judenverfolgung.

Im Programm standen auch Besuche zahlreicher Gedenkstätten und ein gemeinsamer Besuch im Konzentrationslager Sachsenhausen, der von großer emotionaler Bedeutung war.

Auch für unsere Jugendlichen war dies eine wichtige Erfahrung! Leider ist das Schulwissen zu der ganzen Problematik praktisch nicht vorhanden!
Für unseren Besuch in Israel im nächsten Jahr ist das aber zwingend nötig!!!
Erfahrungen aus den letzten Jahren haben aber stets gezeigt, dass zwei Stunden in Yad Vashem mit einer gelungenen Führung das Abiturwissen zum Thema Holocaust bei weitem in den Schatten stellen!!!

Einige der anderen Programmpunkte hätte ich anders gewählt, trafen auch das Interesse der Jugendlichen kaum. Sträflich empfand ich das komplette Auslassen der Teilung von Berlin, nicht nur weil der 3.10. in den Besuchszeitraum fiel.

Im Rahmen des Wochenendes in den Familien haben wir dies versucht nachzuholen. Wir waren kurz im Alliiertenmuseum. Schließlich ist auch Jerusalem eine geteilte Stadt mit einer "Mauer"!
Von der Berliner Mauer hatten die meisten jungen Israelis auch noch nie gehört...

Anknüpfungspunkt für diesen Austausch ist die Sportart Judo. Da auch andere Sportarten an diesem Programm teilnehmen, kommen wir entsprechend nur alle paar Jahre zum Zuge!

1994 und 1995 hatten wir erstmals Besuch aus Israel. 1996 waren wir dann erstmals in diesem faszinierenden Land!

Obwohl wir danach noch zweimal Gruppen aufgenommen haben, wurde es nichts mit einem Besuch in Israel - die politische Lage dort liess es nicht zu!
2005 testeten Leif und ich mit einer reinen Erwachsenengruppe aus mehreren Sportarten die Lage.

2006 zur Fußball-WM hatten wir erneut Besuch aus Israel und 2007 konnten wir auch zum Gegenbesuch antreten.

Nun waren wir wieder an der Reihe!
Erstmals bekamen wir Besuch von Meitav Judo Jerusalem. Unser bisheriger Austauschpartner Talpaz ist nicht mehr dabei.

Kennenlernen fand im Kletterpark am Olympiastadion statt, am nächsten Tag wurde gemeinsam trainiert, dann ging es bereits in die Familien (über das Feiertagswochenende).
Leider verlief die Verteilaktion ziemlich chaotisch!
Es ist verständlich, dass man Angst davor hat, in eine fremde Familie zu gehen. Durch die sich widersprechenden Absprachen wurde es langwierig und kompliziert. Das geht besser!

Am Tag der Deutschen Einheit ging es über die Domäne Dahlem in den Grunewald, Mc Donald´s kam, anders als zu Fuß laufen, bestens an, und über das Alliiertenmuseum ging es wieder zurück ins Dojo.

Abends gab es einen kleinen Freundschaftskampf, der natürlich unentschieden endete!
Vielen Dank unserer Kampfrichterin Claudia für den souveränen Auftritt!

Sonntag war Zeit für Ausschlafen und Shopping und am Nachmittag wurde Alba angefeuert!
Aus den Gesprächen mit den Jugendlichen ergab sich schnell, dass Shopping in Berlin großartig und sehr billig sei!
Auch der Ausschnitt der Bedienung in dem einen Burger-Restaurant war für die Jungs ein absolutes Highlight!

In den Familien fand man schnell Gemeinsamkeiten an der Playstation (Fifa 15) oder beim Kicken auf der Wiese! :-)

Kurzum, es gab eigentlich kaum nennenswerte Unterschiede!!!
Auch Judo war natürlich ein gemeinsames Interesse, so dass alle schnell zueinander fanden!

In der zweiten Woche wurde noch zweimal gemeinsam trainiert, die Fahrt nach Sachsenhausen wurde gemeinsam absolviert und am Donnerstag nach dem Training gab es noch eine Auswertung durch die Damen vom LSB und einen kleinen Abschiedsabend.

Schwierig war teilweise das Essen in den Familien. Obwohl sich alle bemühten, das Richtige auf den Tisch zu bringen, war die Skepsis groß. Das zeigte sich auch beim Büfet nach dem Wettkampf und am Abschiedsabend.

Ich hoffe, dass unsere Judoka nächstes Jahr mutiger an die ungewohnte Küche herangehen!

Nach diesen zehn intensiven Tagen gingen alle Beteiligten auf dem Zahnfleisch - unsere Judoka hatten ja Schule! Dennoch war dies ein ganz besonderes Erlebnis, was ich nicht missen möchte!

Liebe Judoka aus Jerusalem!
Vielen Dank für Euren Besuch!!!

Dear judoka from Jerusalem!
Thank you very much for coming to Berlin!!!

Toda raba!!!

Wir freuen uns schon sehr, Euch nächstes Jahr in Jerusalem wiederzusehen!!!

We are really looking forward to see you again in Jerusalem next year!!!


Marius, der Trainer der Israelis, sagte, dass man sich als Israeli fast überall auf der Welt nicht willkommen fühlt.
Bei uns hätten sie sich wohl gefühlt!
Das ist ein großartiges Kompliment!
Ihr seid uns immer willkommen!!!

Marius, the Israeli coach, said that coming from Israel you do not feel welcome almost everywhere in the world, but they felt good while staying with us!
What a great compliment!
You are always welcome!!!

Vielen Dank, thank you, toda raba, Marius!!!

 

Wir danken auch Miri, die für die Stadt Jerusalem von Anfang unser Ansprechspartner war!

Vielen Dank, thanky you, toda raba, Miri!!!

 

Auf Seiten des Landessportbunds knüpfte einst Dieter die Kontakte, jetzt ist Jana damit betraut, der Antje mit dem Besuchsprogramm zur Seite stand!

Auch Euch vielen Dank!!!


Und zu guter letzt sei Euch gedankt, unseren Judoka und deren Eltern, die das alles möglich gemacht haben!!!

Vielen, vielen Dank!!!
Wir sind halt alle judoverrückt... :-)



PS:
Im Gegensatz zu sonst gab es keine Online-Berichterstattung, keine Impressionen über fb!
Aus Sicherheitsgründen war uns das untersagt!
Daran erkennt man, dass so ein Besuch aus Israel in Deutschland eben etwas ganz, ganz Besonderes ist!!!

Umgekehrt werden wir natürlich in Israel auch entsprechend umsorgt!!!