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04.10.2012 Bundesverdienstkreuz für Hermann Parzinger

Höchste Ehre!

Einen Tag nach dem Tag der Deutschen Einheit vergab Bundespräsident Gauck diese ganz besondere Auszeichnung an Hermann!

Allerdings gab es die höchste Auszeichnung (außer an ehemalige Bundespräsidenten und ausländische Stattsoberhäupter!), die die Bundesrepublik zu vergeben hat, nicht für seine Verdienste auf der Matte. Dabei können die sich sehen lassen!

Hermann ist Träger des zweiten Dans, war WM-Starter und mehrfach bei Deutschen Meisterschaften vorne dabei!
Außerdem gehörte er 1996 der legendären RANDORI-Mannschaft an, die erstmals den Aufstieg in die Regionalliga schaffte!

Gewürdigt wurde seine berufliche Tätigkeit, wie man der Presseerklärung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz entnehmen kann:

Hermann Parzinger erhält das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Am 4. Oktober erhält Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer
Kulturbesitz, das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens
der Bundesrepublik Deutschland. Die Auszeichnung wird ihm von
Bundespräsident Joachim Gauck persönlich überreicht.

In der Würdigung des Bundespräsidialamtes heißt es über Parzinger: „In
seinen bedeutenden Ämtern versteht Hermann Parzinger es in besonderer
Weise, sich weltweit für die Bewahrung des kulturellen Erbes der
Menschheit einzusetzen, Forschungsaktivitäten zu stärken und Kunst,
Kultur und Menschheitsgeschichte für eine breite Öffentlichkeit lebendig
zu machen. Dabei ist er selbst produktiver und hochangesehener Archäologe
mit spektakulären Funden geblieben und geht weiterhin seinen zentralen
Forschungsschwerpunkten nach: der Entstehung reiternomadischer
Lebens- und Kulturverhältnisse und der Herausbildung von Eliten in vor und
frühgeschichtlichen Gesellschaften.“

Hermann Parzinger ist seit Februar 2008 Präsident der Stiftung Preußischer
Kulturbesitz, einer der größten Kultureinrichtungen weltweit. Nach
seinem 1985 mit der Promotion abgeschlossenen Studium der Archäologie
und Geschichte arbeitete er zunächst als Hochschulassistent an der
Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach seiner Habilitation war er
ab 1990 zweiter Direktor der Römisch-Germanischen Kommission des
Deutschen Archäologischen Instituts in Frankfurt/Main, danach ab 1995
erster Direktor der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen
Instituts in Berlin. Von 2003 bis 2008 war Parzinger Präsident des Deutschen
Archäologischen Instituts. Daneben ist er seit 1991 als Privatdozent
an verschiedenen Hochschulen tätig. Hermann Parzinger leitete zudem
zahlreiche Ausgrabungen in Spanien, der Türkei, im Iran, in Russland,
Uzbekistan, Kazachstan, Tadzhikistan und in der Mongolei. Die Entdeckungen
eines skythischen Fürstengrabes mit fast 6000 Goldobjekten
2001 und der Eismumie eines skythenzeitlichen Kriegers im Altai 2006
machten ihn auch über die Fachwelt hinaus bekannt.

1998 erhielt Parzinger als erster Archäologe den Leibniz-Preis der Deutschen
Forschungsgemeinschaft. 2009 wurde ihm vom damaligen russischen
Staatspräsidenten Medwedew der „Orden der Freundschaft“
verliehen, die höchste russische Auszeichnung für ausländische Staatsbürger.
Seit 2011 ist er Mitglied im Orden Pour le mérite für Wissenschaften
und Künste. Er ist außerdem Mitglied zahlreicher Akademien in Russland,
China, Spanien, Großbritannien, Rumänien, den USA und
Deutschland, so unter anderem der British Academy und der Berlin-
Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wurde 1951 von
Bundespräsident Theodor Heuss gestiftet, um „verdienten Männern und
Frauen des deutschen Volkes und des Auslandes Anerkennung und Dank
sichtbar zum Ausdruck zu bringen“. Der Verdienstorden wird in acht verschiedenen
Stufen verliehen. Die Auszeichnungen werden in der Regel
von den Regierungschefs der Länder, den Bundes- oder Landesministern,
von Regierungspräsidenten, Landräten oder Bürgermeistern überreicht.

Nur in wenigen Fällen händigt sie der Bundespräsident selbst aus. Mit
seinen persönlichen Ordensaushändigungen möchte der Bundespräsident
die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf Leistungen lenken, die er
für besonders bedeutsam hält. Das geschieht aus Anlass des Tages der
Deutschen Einheit und des Tages des Ehrenamtes.

 

Wir gratulieren Hermann ganz herzlich zu dieser äußerst verdienten Ehre!!!