Kampfsportschule RANDORI Berlin Steglitz (Logo)

16.10.2011 Deutsche Pokalmeisterschaften

Bronze für Jens-Peter!

Jens-Peter qualifizierte sich für das Finalturnier der Deutschen Meisterschaften. Mitte Januar geht es in Potsdam um die Nationalen Titel bei den Damen und Herren.
Dazu musste er bei den Deutschen Pokalmeisterschaften in Frankfurt / Oder eine Medaille gewinnen.
Seit 2009 gibt es bei Damen und Herren nämlich keine Gruppenmeisterschaften mehr (wir sind Nordost) wie sonst in der u14, u17 und u20. Über die Berliner Rangliste (Platz eins und zwei) qualifiziert man sich eben für diese Pokalmeisterschaften.
Aber auch über die DJB-Ranglistenturniere kann man sich für die "richtige" Deutsche Meisterschaft qualifizieren und natürlich als Medaillengewinner des Vorjahrs.

Auf der Matte sah das wie folgt aus. Der stämmige Niedersachse Sven Holly (letztlich Fünfter) verlangte Jens-Peter Einiges ab. In der letzten Minute siegte er dennoch vorzeitig. Nur wenig mehr als dreißig Sekunden benötigte Jens-Peter, um den Nordrheinwestfalen Anjom mit O-Soto-Gari zu werfen.
Im Halbfinale gegen den Sachsen Henry Badeda schien Jens-Peter alles im Griff zu haben, führte mit zwei Shido. Doch dann wurde er mit Seoi-Nage tief links ins kleine Finale geschickt.
Gegen den für diese Klasse offenkundig zu leichten Hamburger Kay Grapentin bestimmte er wieder das Geschehen, führte mit zwei Shido. Kurz vor Ende kassierte er selbst noch eine Strafe, gewann aber Kampf und damit Bronze!

Damit gelang ihm mit vierzig (!) Jahren noch einmal der Sprung zu den nationalen Titelkämpfen. Vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen mit Vize-Weltmeister Andreas Tölzer...

Auch die beiden jungen Damen wussten zu überzeugen. Bis 48 kg siegte Cynthia zu Anfang mit Wazaari und Yuko gegen die Rheinländerin Anja Kreuer. In vierzig Sekunden warf sie Michaela Schulze aus Magdeburg zweimal Wazaari (O-Soto-Gari).
Wie vergangene Woche in der Bundesliga wurde Cynthia unsanft von Chantal Rehmann (NRW, später Zweite) mit Te-Guruma gestoppt. In der Trostrunde gewann sie noch gegen die dreißig (!) Jahre ältere Adelheid Brunner schnell mit Uchi-Mata. Leider verwehrte ihr Anika Waldorf (Wiesbaden) mit Ko-Soto-Gake das kleine Finale - toller siebter Platz!

Vanessa startete nach einem Freilos mit einem krachenden Uchi-Mata gegen Karolina Baway (Rheinland). Die Münchnerin Theresa Stoll ist ein absolutes Ausnahmetalent, das bekam auch Vanessa zu spüren. In der Trostrunde lieferte sich Vanessa mit Hannah Karrasch wie schon in der Bundesliga einen engen Kampf auf Augenhöhe. Leider gewann die Bottroperin mit der Differenz von einem Shido - ein sehr ordentlicher neunter Platz.

Samstag:
-48 7. Cynthia Schwarzlose
-52 9. Vanessa Grabowski
+100 3. Jens-Peter Bischof

Alina begann druckvoll gegen Monika Dreja (Baden-Württemberg), wurde aber leider gekontert, als sie ohne Not wieder aus dem Wurfansatz herausging. Da ihre Gegnerin nicht ins Halbfinale kam, blieb Alina die Trostrunde verwehrt.

Jonas bezwang nach einem Freilos den unbequemen Hamburger Niklas Grimme mit Wazaari (Harai-Goshi) und Yuko (Ko-Uchi-Maki-Komi). Gegen Peter Czybulka (JC 90) hatte er bislang immer die Oberhand behalten. Ausgerechnet heute riss die Serie. Der Kampf hatte es in sich! Zwei Szenen erhitzten die Gemüter. Czybulka erhielt Wazaari für seinen Uchi-Mata links. War das verbotenes Diving (Genickrolle)? Strittig...
Bei Jonas´ Wurf hätte ich schwören können, dass die Wertung mindestens Wazaari sein müsste... Doch von der anderen Seite zeigte das Video am Kampfrichtertisch (vielen Dank an Stephan Bode!), dass es richtig war, keine Wertung zu geben. Doch Czybulkas Rettungsaktion sah halsbrecherisch und gefährlich aus.
In der Trostrunde bezwang er den Bremer Marc-Oliver Guzek spektakulär mit O-Soto-Gari. Doch der Münchner Stefan Friedrich war körperlich zu überlegen und verhinderte eine noch bessere Plazierung von Jonas, der nur gegen beide Drittplazierten verloren hatte - stark!

Sonntag:
-63 Alina Renk
-73 7. Jonas von Münchow

Aus Berliner Sicht gab es insgesamt drei Medaillen zu bejubeln. Neben Jens-Peter erkämpfte auch Max Schubert (Bushido, -90 kg) Bronze. Und bei den Damen siegte unsere Bundesliga-Starterin Lea Folkert (EBJC) bis 78 kg!
Mit Julia Dorny (SV Berlin 2000) als Fünfter bis 70 kg erreichte noch eine weitere unserer Gaststarterinnen eine Plazierung im Vorderfeld.

Ergebnisse unter:
http://www.judobund.de

Für die Freunde der Statistik:
Cynthias schnell gewonnener zweiter Kampf war ihr insgesamt 500. Kampf!
Als erste weibliche Judoka bei RANDORI knackte sie diese Marke!
Sie kletterte auf Rang acht der ewigen RANDORI-Bestenliste!
Herzlichen Glückwunsch!!!