100 Jahre Deutsche Meisterschaften galt es in Duisburg zu feiern. 1926 fanden in Köln die ersten Deutschen Meisterschaften statt. Streng genommen waren es Jiu Jitsu Meisterschaften. Doch trotz kurzer Hosen und Ärmel war das Jiu Jitsu von Erich Rahn eher Judo als Jiu Jitsu nach heutigem Verständnis.
Tatsächlich liefen erst die Titelkämpfe von 1936 als Judo Meisterschaften. Da hatte sich Rahn aber bereits abgewandt. Zu stark war der Einfluss der Nationalsozialisten im Judo geworden. Und viele dieser Funktionäre waren auch 1953 an der Gründung des DJB beteiligt. Erich Rahn, der 1906 die erste deutsche Jiu Jitsu Schule eröffnete, blieb Zeit seines Lebens dem DJB fern.
Doch seine Schüler drängten ins Judo. Peter Hermann wurde Europameister und Vizeweltmeister. Er bescherte den Franzosen als Trainer 1975 den ersten Judo-Weltmeister: Jean-Luc Rougé. Seine Lehrmethoden und Ideen begründeten den Aufstieg des Judo in Frankreich!
Der Berliner Peter Hermann ist der einzige deutsche Judoka mit einem zehnten Dan!
Auch Peta Pawelz war ein Schüler von Erich Rahn! Einige haben Peta ja noch erleben dürfen, Stephan hat wahnsinnig viel von ihm gelernt!
https://www.randori-berlin.de/news/detail/in-tiefer-trauer-um-peta-pawelz/
Angesichts von 100 Jahren Deutschen Meisterschaften dürfen natürlich auch unsere erfolgreichsten Judoka nicht fehlen!
Den Titel erkämpfen konnten nämlich Marcel Jamet (2007 und 2008), Daniel Zorn (2021) und als einzige Dame Ines Beischmidt (2016).
Bronze erkämpften Marcel (2002, 2003, 2006 und 2010), Helge Molt (2003, 2004 und 2006), Jens-Peter (2013), Daniel (2019) und Niklas Pelz (2020).
Silber gab es noch nicht.
(Das sind nur die Medaillen bei Damen und Herren! Bei Jugend, Junioren und erst recht bei der ü30 gab es noch viele weitere Erfolge: https://www.randori-berlin.de/news/detail/2023-01-02-25-jahre-randori-ev-die-erfolge/ )
In diesem Jahr war Timucin bis 66 kg dabei, er konnte sich über die NODEM qualifizieren. Leo war gesetzt, verletzte sich aber leider im Trainingscamp in Benidorm - gute Besserung, Leo!!!
Timucin kämpfte ordentlich mit, unterlag aber gegen Ilyas Vinayev aus Bottrop, der seinerseits das Poolfinale gegen den Bayern Patrick Weisser verlor. Weisser wurde Dritter.
-66 Timucin Kniege
Er ist motiviert fürs nächste Jahr!
Es gab vom DJB viele, recht ansprechende Beiträge auf den sozialen Medien. Politikprominenz war am Samstag in der Halle, nur den Charme einer Schulsporthalle bekam man in Duisburg nicht heraus...
https://www.judobund.de/aktuelles/news/detail/die-titel-sind-vergeben
https://www.judobund.de/aktuelles/news/detail/die-letzten-titelentscheidungen-stehen-bevor
Auch der Livestream war eine tolle Sache, leider hing die Technik...
https://www.judobund.de/aktuelles/news/detail/wichtige-information-zum-livestream
https://www.judobund.de/aktuelles/news/detail/wert-fuer-die-gesellschaft
https://www.judobund.de/aktuelles/news/detail/sechs-titel-vergeben
https://www.judobund.de/aktuelles/news/detail/wer-kroent-sich-zum-deutschen-meister
Alles in allem gehen diese Tendenzen in die richtige Richtung!
Judo muss sich nicht verstecken!!!